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Wohneigentum: Vererben oder verkaufen?

Mit zunehmendem Alter kann Wohneigentum zur Belastung werden. Es stellt sich die Frage, ob  eine Weitergabe an die Nachkommen oder gar ein Verkauf Sinn macht. Wie ist in der Schweiz die gelebte Realität?

Eine Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat bei Besitzern von Wohneigentum eine Umfrage durchgeführt. Mitglieder des Hauseigentümerverbands (HEV Schweiz), die älter als 50-jährig sind und über selbstbewohntes Wohneigentum verfügen, konnten daran teilnehmen.

Wohneigentum an Kinder vererben

Um die Vererbungsbereitschaft zu ermitteln, wurden nur Personen mit Wohneigentum befragt, die mindestens ein Kind haben. Rund 27 Prozent der befragten Wohneigentümer wären bereit, ihre Immobilie zu verkaufen. Hingegen liegt die Vererbungsbereitschaft bei über 70 Prozent.

Emotionale Faktoren haben grossen Einfluss auf die Bereitschaft zu vererben. Befand sich das Haus schon vorher in Familienbesitz, ist die Vererbungsbereitschaft bei fast 90 Prozent besonders hoch. Wurde das Wohneigentum von Dritten erworben, liegt die Bereitschaft zum Vererben bei rund 70%. Ebenso leisten Erinnerungen und Freundschaften in der Nachbarschaft einen grossen Beitrag, das Haus zu vererben.

Viele Kinder senken Vererbungsbereitschaft

Die Anzahl der Kinder beeinflusst die Bereitschaft, das Heim zu vererben. Je mehr Kinder als Erben in Frage kommen, desto mehr steigt die Bereitschaft der Eltern, das Haus zu verkaufen. Bei Eltern mit einem Kind, würden 77% vererben, bei mehr als drei Kindern sinkt die Bereitschaft zu vererben auf 60 Prozent. Der Grund dafür liegt wohl im Bewusstsein, dass Erbteilungen und Ausgleichszahlungen zu Streitigkeiten führen könnte.

Will der Nachwuchs überhaupt Wohneigentum erben?

Diese zentrale Frage zeigte, dass im Schnitt rund die Hälfte der Kinder der Befragten die Immobilie nicht erben möchten. Im Falle von Einzelkindern haben rund 70 Prozent kein Interesse an einer Übernahme der Immobilie, ein ähnliches Bild zeigt sich bei zwei Kindern. Immerhin gaben bei drei Kindern rund 36 Prozent der Befragten an, das Elternhaus zu übernehmen.

Diese Diskrepanz ist erstaunlich, zeigt aber offenbar die heutige Realität: Oft wohnen die Kinder an einem anderen Ort, haben möglicherweise selber Wohneigentum erworben oder können aus beruflichen oder finanziellen Gründen das Wohneigentum nicht übernehmen.

Nachlassplanung frühzeitig angehen

Es lohnt sich für Wohneigentümer, frühzeitig Szenarien zu entwickeln und das Gespräch mit den Nachkommen zu suchen. Im Falle einer Übernahme durch die Kinder, sollten grundsätzliche erb- bzw. schenkungsrechtliche Aspekte mit einer Fachperson besprochen werden. Möchten Nachkommen erst später einziehen, kommt auch eine Nutzniessung oder ein Wohnrecht in Frage. Besonders wichtig ist die frühzeitige Planung dagegen, wenn ein Verkauf ansteht. Sie müssen sich Fragen stellen, wie zum Beispiel: Wollen wir mieten oder nochmals etwas kaufen? Wo wollen wir wohnen? Wie soll das Quartier beschaffen sein? Welche Angebote im Dorf oder Quartier sind uns wichtig?

Wir unterstützen Sie dabei, Ihre neue Wohnung und Ihr neues Wohnumfeld zu finden. Unser Beratungspaket passen wir Ihren Bedürfnissen an. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch!

 

 

 

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